Tore zur Unterwelt

(v.l.n.r.) Prof. Mag. Dr. Heinrich Kusch, Ingrid Kusch, Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker

Tore zur Unterwelt Buchpräsentation in Grazer Herz-Jesu-Kirche

Bei Umbauarbeiten im Dachstuhl eines Bauernhofs wird eine jahrhundertealte Kanonenkugel gefunden

Darin entdeckt man einen Plan, der auf ein Labyrinth von unterirdischen Gängen verweist das ist nicht der Beginn eines Thrillers, sondern hat sich in der oststeirischen Gemeinde Vorau wirklich so zugetragen. Und es war der Ausgangspunkt von einer Reihe schier unglaublicher Entdeckungen.

Die Höhlenforscher Ingrid und Heinrich Kusch haben in jahrelanger Kleinarbeit viele Fakten und Informationen zu dem viele Kilometer langen und offenbar in größere Tiefe führenden Gangsystem erforscht. Viele dieser Gänge sind nach einer gewissen Strecke nicht nur zugemauert, sondern meterdick mit tonnenschwerem Gestein verschlossen. Wer hatte da Angst vor einer Gefahr aus der Tiefe? In welcher unbekannten Bearbeitungstechnik wurden Teile der Gänge, die tiefer liegen als die mittelalterlichen Bereiche, so präzise oft durch blanken Fels geschnitten? Und warum sind diese Gänge so niedrig und schmal? Mögliche Antworten versucht das sympathische Autorenpaar in ihrem Buch "Tore zur Unterwelt" zu geben, das am 9. Oktober in der Grazer Herz-Jesu-Kirche präsentiert wurde. Dem spannenden, einstündigen Lichtbildvortrag von Dr. Heinrich Kusch folgten gebannt an die 180 Veranstaltungsteilnehmer. Im Anschluß an die Präsentation des Buches stand man bei einem Glas Wein noch lange zusammen und diskutierte über mögliche Erklärungen für die sich über weite Bereiche der Oststeiermark erstreckenden Gangsysteme.

Die Autoren: Dr. Heinrich Kusch, Prähistoriker und Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Jahrzehntelange wissenschaftliche Forschungs- und Ausgrabungstätigkeiten nicht nur in Österreich und verschiedenen europäischen Ländern, sondern insbesondere auch im Nahen Osten und Asien, später auch in Afrika und Mittelamerika.
Über 140 Publikationen, darunter zwei großformatige Text-Bildbände über "Kulthöhlen in Europa" und Höhlen in der Steiermark. Ingrid Kusch studierte Geologie und Paläontologie und begleitete ihren Mann bei vielen Forschungsreisen und über 30 Expeditionen. Als international bekannte Anthropospeläologin liegt der Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeiten auf der Höhlenarchäologie.

 

 

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