GEROLLTE APFELKRAPFEN – REZEPT
Krapfen gehören zu den Klassikern der traditionellen Backkunst – und sind weit mehr als nur ein süßer Genuss. Schon seit Jahrhunderten werden sie in den unterschiedlichsten Ländern Europas gebacken und haben sich im Laufe der Zeit zu einem festen Bestandteil vieler Feste und Bräuche entwickelt. Je nach Region tragen sie unterschiedliche Namen und werden auf vielfältige Weise zubereitet. Krapfen zählen bis heute zu den beliebtesten traditionellen Mehlspeisen, kein Wunder also, dass sie Generation für Generation aufs Neue begeistern.
ZUTATEN
500 g Mehl
250 ml Milch
1 Würfel Germ (42 g)
60 g Zucker
1 Prise Salz
1 EL Rum
4 Eidotter
60 g Butter
700 g Äpfel zum Füllen
1 Eiklar zum Bestreichen
Fett zum Ausbacken
Zucker und Zimt zum Wälzen
ZUBEREITUNG
• Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde machen, lauwarme Milch, Germ und 1 Prise Zucker darin auflösen, mit etwas Mehl bestauben, 30 Minuten gehen lassen.
• Restliche Zutaten dazugeben und zu einem glatten Teig kneten, den Teig an einem warmen Ort gehen lassen.
• Auf einer bemehlten Oberfläche ein Rechteck (ca. 20 x 30 cm) ausrollen, Teigränder mit Eiklar bestreichen.
• Die Äpfel schälen und in Würfel oder Stifte schneiden, Äpfel auf dem Teig verteilen, Teig aufrollen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden.
• Zugedeckt 45 Minuten gehen lassen. In heißem Fett ausbacken und noch warm in Zimtzucker wälzen.
TIPP:
Man kann die Krapfen auch auf dem Blech backen. Bei dieser Variante kann man der Fülle 3 EL Zucker, 1 TL Zimt, 1 EL Vanillezucker beigeben. Eng aneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 180° C ca. 35 Minuten backen – noch heiß mit flüssiger Butter bestreichen und mit Zimtzucker bestreuen.
Aus dem Buch:
ISBN 978-3-7020-1943-3
BÄUERINNEN BACKEN KRAPFEN & TRADITIONELLES SCHMALZGEBÄCK
144 Seiten, durchgehend bebildert, Hardcover
€ 22,00
Faschingskrapfen (Berliner), Posterzipf, Mutzenmandl, Strauben – die regionalen Bezeichnungen variieren ebenso wie die Form der Backwerke: Sie sind eckig, rund, geschliffen, ausgestochen, „ausgezogen“, zipfelig, eingedreht, aufgerollt, geflochten oder mit speziellen „Werkzeugen“ wie Tauchmodeln oder Spagatkrapfenzangen hergestellt. Die Lieblings-Krapfenrezepte von österreichischen und süddeutschen Bäuerinnen sind teils überliefert, teils innovativ und abgewandelt und warten darauf, nachgebacken zu werden!






© John English