GESUNDHEITLICHER VORTEIL VON OBST
Stellt man Säfte, Nektare oder Sirupe für den Eigenbedarf oder auch für die Vermarktung her, so setzt man möglichst wenige Zusatzstoffe zu. Selbst hergestellte Säfte werden normalerweise weder gefärbt noch aromatisiert oder mit Vitaminen oder Ähnlichem versetzt. Ihr gesundheitlicher Wert basiert ausschließlich auf den Stoffen, die in den Früchten enthalten sind, eventuell durch den verwendeten Zucker gemindert. Von allen in Früchten enthaltenen Inhaltsstoffen gelten Vitamine und sekundäre Pflanzenwirkstoffe (z. B. Polyphenole) als besonders erwähnenswert.
„FÜNF AM TAG”
Heimische Früchte (Kräuter und Blüten) schmecken gut und sollten entweder frisch oder in verarbeiteter Form öfter auf unserem Speiseplan stehen.
Zahlreiche Studien belegen, dass ein reichlicher Verzehr von Obst und Gemüse das Risiko für verschiedene Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten senken kann. Leider ist der Obst- und Gemüseverzehr in Österreich und Deutschland oft zu gering, um diese positiven Effekte zu erzielen. Neben essenziellen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen spielen auch sekundäre Pflanzenstoffe eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsvorsorge.
Um das Ernährungsverhalten der Bevölkerung zu verbessern, wurden in Deutschland und kurz darauf in Österreich schon in den frühen 2000er Jahren in die Gesundheitskampagne „Fünf am Tag” ins Leben gerufen. Ziel davon war und ist es, den täglichen Konsum von Obst und Gemüse auf mindestens fünf Portionen zu erhöhen. Erfreulicherweise kann eine dieser Portionen durch ein Glas (0,2 l) Frucht- oder Gemüsesaft ersetzt werden, da diese ebenfalls wertvolle Nährstoffe enthalten. Die „Fünf am Tag”-Kampagne ist grundsätzlich noch aktuell, auch wenn der entsprechende Verein aufgelöst wurde. Die Empfehlung, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu konsumieren, wird weiterhin von Ernährungsexperten unterstützt. Allerdings gibt es Anpassungen und neue Initiativen, zuckerreiche Smoothies beispielsweise sollten nur gelegentlich und nicht regelmäßig konsumiert werden.
Generell sind Frucht- und Gemüsesäfte dank schonender Verarbeitung eine praktische Alternative zu frischem Obst und Gemüse. Sie ermöglichen eine ganzjährige Versorgung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen und machen es einfach, die „Fünf am Tag”-Empfehlung umzusetzen. Regelmäßiger Konsum ist dabei besonders vorteilhaft, weshalb es sich empfiehlt, Fruchtsäfte als festen Bestandteil in die tägliche Ernährung zu integrieren.
Fruchtsäfte – pur oder verdünnt – tragen nicht nur zum Trinkgenuss bei, sondern helfen auch, die empfohlene tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 l zu erreichen. Besonders bei sportlichen Aktivitäten oder heißem Wetter sind gespritzte Säfte ideal, um Wasser- und Mineralstoffverluste auszugleichen.
Aus dem Buch:
ISBN 978-3-7020-2304-1
Georg Innerhofer
OBSTSÄFTE, SIRUP & NEKTAR
Aus Früchten, Blüten & Kräutern
Mit Limonaden
184 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 16,5 x 22 cm, Hardcover
€ 24,00
Selbst gemachte Säfte aus Früchten, Kräutern und Blüten sind reich an Nährstoffen und frei von künstlichen Zusatzstoffen. Der Autor beleuchtet die Aspekte rund um die Herstellung von Obstsaft, Nektar, Sirup und Limonade. Von der benötigten Ausrüstung, über klassische und alternative Zutaten bis hin zum Haltbarmachen und Fragen der Haltbarkeit gibt er praktische Tipps und Hilfestellung. 50 traditionelle und kreative Rezepte sind sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Safthersteller gedacht und verstehen sich als Inspiration und Grundlage für kulinarische Geschmacksreisen.






© Karin Sidak
© Anna Höller