DIE BESTEN LEBENSMITTEL FÜR ENERGIE UND GESUNDHEIT
1. GRÜNGEMÜSE
Sie sind echte Alleskönner punkto Gesundheit: reich an Ballaststoffen, Antioxidantien und wichtigen Mikronährstoffen. Sie tragen dazu bei, Entzündungen zu lindern, die Verdauung zu fördern und das Immunsystem zu stärken.
Frühling-Sommer:
Stangensellerie: Reich an Vitaminen und Mineralien wie Kalzium, Natrium, Eisen und Magnesium, wirkt antioxidativ und antibakteriell.
Spinat: Seine Blätter enthalten reichlich Magnesium und Folsäure, wichtig für Muskelentspannung und Energieproduktion.
Zucchini: Dank sanfter Ballaststoffe und hohem Wassergehalt schützen sie einen sensiblen Darmtrakt perfekt.
Herbst-Winter:
Grünkohl: Reich an Kalzium und Vitamin K, ist er ein wichtiger Verbündeter der Knochengesundheit. Am besten gekocht genießen, um Goitrogene zu reduzieren, die die Aufnahme von Jod einschränken.
Brokkoli: Aktiviert dank Sulforaphan die körpereigenen Entgiftungsenzyme, sein Vitamin C kurbelt das Immunsystem an.
2. ROTES UND ORANGES GEMÜSE / WURZELGEMÜSE
Diese Immun-Booster sind reich an Beta-Carotin, Lycopin und Antioxidantien. Sie wirken entzündungshemmend, beugen der Zellalterung vor und fördern die Gesundheit von Augen und Haut.
Frühling-Sommer:
Radieschen: Wirken anregend auf Leber und Verdauung. Insbesondere schwarzer Rettich fördert die Entgiftung.
Paprika: Besonders reich an Vitamin C und A, wichtig für Immunabwehr und Haut. Bei empfindlichem Darm Paprika schälen oder kochen.
Karotte: Ein echtes Beta-Carotin-Konzentrat, das Augen, Haut und Abwehrkräfte schützt.
Herbst-Winter:
Rote Bete (Rote Rübe): Reich an Mineralstoffen und Betalainen, fördert die Durchblutung.
Süßkartoffel: Wertvoll durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten, die lang anhaltend Energie liefern, ohne den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.
3. GLUTENFREIE LEBENSMITTEL
Manche glutenhaltige Lebensmittel können den Darm reizen, vor allem bei Personen mit Unverträglichkeit oder hoher Sensibilität. Folgende Alternativen sind leicht verdaulich und helfen, Entzündungen zu lindern und eine ausgewogene Darmgesundheit zu erhalten.
Basmatireis: Leichter verdaulich als Vollkornreis/brauner Reis/Vollreis, liefert sanft lang anhaltende Energie.
Glutenfreie Nudeln: Diese ersetzen problemlos die klassischen Nudeln und werden aus Hülsenfrüchten, Reis oder glutenfreiem Mehl hergestellt.
Amarant: Strotzt nur so vor Ballast- und Mineralstoffen, verbessert deutlich die Verdauung.
Mehlalternativen: Mehl aus Reis, Buchweizen, Quinoa, Mandeln, Sorghum, Lupinen, Kichererbsen oder Tapiokastärke sind abwechslungsreiche Alternativen zum herkömmlichen Weizenmehl und sind teilweise in gut sortierten Supermärkten, auf jeden Fall in Bio-Läden und online erhältlich.
Hafer (glutenfrei zertifiziert): Reich an löslichen Ballaststoffen, unterstützt die Verdauung und sorgt für nachhaltige Energie.
Quinoa: Hervorragende Proteinquelle, stärkt die Muskulatur und liefert Energie. Vor der Verarbeitung gut abspülen, um Saponine zu entfernen, die den Darm reizen können.
Hirse: Ideale Alternative zum Weizengrieß, glutenfrei und leicht verdaulich.
Maisstärke: Mais ist wegen seines Lektingehalts nicht besonders empfehlenswert. Maismehl, das aus dem ganzen Korn gemahlen wird, enthält ebenfalls Lektine, während sie in der verarbeiteten Form als Maistärke (Maizena) nicht mehr vorhanden sind.
4. GESUNDE FETTSÄUREN (Omega-3)
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig, um Entzündungen zu reduzieren, das Herz zu stärken und das Gehirn fit zu halten. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA unterstützen zudem ein gesundes Nervensystem und eine starke Immunabwehr.
Kleine fettreiche Fische: Sardine, Makrele, Dorschleber (oder Lebertran, der aus Dorschleber gewonnen wird) sind entzündungshemmend und hervorragend für die Gehirnfunktion.
Avocado: Voller hochwertiger Fettsäuren, nährt Haut und Hirn, lindert Entzündungen.
Bratöle: Kokosfett und Ghee (geklärte Butter) sind hitzestabil und ideal zum Braten bei hohen Temperaturen.
Lachs und Forelle: Wenn möglich, aus biologischer Aufzucht oder Wildfang, um Schadstoffbelastungen zu vermeiden.
Kalt gepresste Öle: Extra natives Olivenöl, Leinöl, Walnussöl, Hanföl, Leindotteröl, Rapsöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl.
Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Chiasamen, Leinsamen, Haselnüsse, Paranüsse und Pistazien sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien. Für eine bessere Aufnahme der Nährstoffe: einweichen, mahlen oder keimen lassen.
5. ANTIOXIDANTIEN
Antioxidantien, auch als antioxidative Stoffe bekannt, schützen die Zellen vor schädlichen Einflüssen und bremsen so Alterungsprozesse und Entzündungen ein. Polyphenole, die im Tee und in bestimmten Obstsorten enthalten ist, wirken ebenso entzündungshemmend, indem sie die Produktion gewisser entzündungsfördernder Moleküle drosseln. Die wichtigsten Quellen für Antioxidantien sind die Vitamine A, C und E, außerdem Carotinoide, Spurenelemente wie Selen, Mangan und Zink sowie Flavonoide.
Rote Früchte: Heidelbeeren, Himbeeren, Holunder, Johannisbeeren, Granatapfel, Sauerkirschen und Brombeeren haben starke entzündungshemmende Eigenschaften.
Ananas: Enthält Bromelain, ein Enzym, das die Verdauungssäfte anregt und die Proteinverdauung
verbessert.
Matcha und weißer Tee: Beide sind wertvolle Quellen für Catechine. Diese starken Antioxidantien unterstützen den Stoffwechsel und wirken entzündungshemmend. Weißer Tee ist besonders mild und enthält nur wenig Koffein.
Orangefarbene Früchte: Papayas, Mangos, Pfirsiche und Aprikosen (Marillen) sind reich an Polyphenolen und Vitamin C, das unser Körper benötigt, um oxidativen Stress zu neutralisieren und die Zellen zu schützen.
Kiwis und Zitrusfrüchte: Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und Flavonoiden stärken sie das Immunsystem und schützen Zellen vor schädigenden Einflüssen.
6. SUPERFOODS
Diese Lebensmittel haben eine besonders hohe Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen und sind somit wahre Nährstoffbomben. Sie unterstützen ganzheitlich Energiehaushalt, Immunabwehr und das allgemeine Gleichgewicht im Körper.
Gojibeeren: Stärken durch Antioxidantien und Vitamine.
Algen: Spirulina, Nori, Wakame, Kombu, Dulse und Agar-Agar wirken im Körper basenbildend und verringern damit oxidativen Stress.
Açai-Pulver: Ist eine natürliche Quelle kräftiger Antioxidantien.
Weizengraspulver: Dieses Superfood ist glutenfrei, liefert den Zellen Sauerstoff und uns Lebenskraft.
Brennnesselpulver: Diese heimische Wunderpflanze ist reich an Eisen, Kalzium und Mineralstoffen, wirkt vitalisierend, regt das Haarwachstum an und unterstützt einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.
Kakao (mindestens 70 % Kakaogehalt): Lieferant von Magnesium und Flavonoiden, die Nerven und Herz-Kreislauf stärken.
7. ENTZÜNDUNGSHEMMENDE GEWÜRZE
Gewürze und Würzmittel sorgen nicht nur für mehr Geschmack auf dem Teller, sie sind auch starke Verbündete im Kampf gegen Entzündungen.
Kurkuma: Dank des natürlichen Wirkstoffs Curcumin fördert Kurkuma den Gallenfluss und schützt vor oxidativem Stress.
Sternanis und Gewürznelken: Beide Gewürze stärken die Immunabwehr und wirken unterstützend bei innerem Stress.
Küchenkräuter: Aromatische Kräuter wie Petersilie, Koriander, Minze, Oregano, Salbei, Rosmarin oder auch Thymian sind reich an Antioxidantien und Mikronährstoffen.
Zimt: Das enthaltene Zimtaldehyd wirkt nachweislich antibakteriell, pilzhemmend und antioxidativ.
Ingwer: Der aktive Inhaltsstoff Gingerol lindert Übelkeit und Gelenksschmerzen und fördert die Verdauung.
Zwiebel und Knoblauch: Als natürliche Antibiotika enthalten sie reichlich Fruktane, sind jedoch für manche schwer verdaulich.
8. PRÄ- UND PROBIOTIKA
Ein ausgeglichenes Mikrobiom spielt für ein starkes Verdauungs- und Immunsystem eine wesentliche Rolle. Präbiotika nähren die nützlichen Darmbakterien, während Probiotika Darmflora und Mikrobiom stärken. Durch Fermentation werden Nährstoffe teilweise vorverdaut, was die Bekömmlichkeit mancher Lebensmittel erhöht.
Präbiotika:
Gemüse: Spargel, Lauch, Artischocke, Topinambur, Knoblauch, Zwiebel, Endivie.
Obst: Bananen (vor allem noch leicht grün), Äpfel, Beeren.
Knollengemüse: Süßkartoffel, Yakon (Inkawurzel), Chicorée.
Probiotika:
Kombucha und Kefir: Natürliche Quellen probiotischer Bakterienkulturen, unterstützen die Immunabwehr.
Miso: Reich an Schwefelverbindungen, schützt den Organismus und reduziert Entzündungen.
Fermentiertes Gemüse: Kimchi, eingelegtes Gemüse oder Sauerkraut fördern eine gute Verdauung.
TIPP:
Genießen Sie Lebensmittel möglichst unverarbeitet, naturbelassen oder schonend gegart (z. B. über Dampf), so bleiben wertvolle Inhaltsstoffe erhalten und die Speisen werden leichter verdaulich.
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© Emmanuelle Levesque