BIERGUGELHUPF – REZEPT
Der Gugelhupf hat eine lange Geschichte und machte ab Ende des 16. Jahrhunderts Karriere in allen deutschsprachigen Ländern und jenen der Habsburgermonarchie. Er war ein Festtagsgebäck, zunächst gegenwärtig in den höfischen Küchen. Nach und nach, mit dem wachsenden Wohlstand, wurde er zum unverzichtbaren König jeder bürgerlichen, später auch ländlichen Kaffeejause. Wahrscheinlich war es seine gefällige Form, die ihm zu diesem Siegeszug verhalf. Heute ist der Gugelhupf sogar das Wahrzeichen der österreichischen Konditoren.
ZUTATEN
100 g Rosinen
175 ml helles Bier
1 Schuss Rum
8 Eier
100 g zimmerwarme Butter
180 g Staubzucker
100 g Keks- oder Biskottenbrösel
80 g geriebene Mandeln
80 g Kristallzucker
1 Prise Salz
20 g Maisstärke
abgeriebene Schale
von ½ Bio-Zitrone
1 Prise Zimt
Mandeln zum Verzieren
BIER-ZUCKERGUSS:
200 g Staubzucker sieben und mit ca. 1 EL Bier sehr gut verrühren
ZUBEREITUNG
• Die Rosinen mit Bier und etwas Rum ca. 1 Stunde marinieren, dadurch bekommt der Gugelhupf eine herrliche Biernote.
• Eier trennen, weiche Butter mit Staubzucker schaumig rühren, nach und nach die Dotter zufügen, die Brösel und Mandeln sowie die Rosinen mitsamt der Marinade dazugeben.
• Eiklar mit Kristallzucker und Salz zu einem festen Schnee schlagen, die Stärke vorsichtig unterrühren und den Schnee unter die Buttermasse heben.
• Zitronenschale und etwas Zimt einrühren, die Masse in eine befettete und bemehlte Gugelhupfform füllen.
• Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten backen.
• Den Bier-Zuckerguss zubereiten und über den gestürzten, ausgekühlten Gugelhupf gießen, mit Mandeln verzieren.
TIPP:
Wer keine Rosinen mag, kann für die Teigmasse anstatt der eingeweichten Rosinen nur das Bier,
aber dafür ein intensiveres oder einreduziertes Bier verwenden.
Aus dem Buch:
ISBN 978-3-7020-2034-7
Marina Kasimir
GUGELHUPF – GANZ GROSS
145 Rezepte aus 300 Jahren
176 Seiten, 21 x 26,5 cm, Hardcover
€ 26,00
Marina Kasimir hat eine beeindruckende Sammlung von über 2000 Gugelhupfrezepten. In ihrem Buch gibt sie einen schmackhaften Überblick über die Vielfalt, die einem Gugelhupfmodel „entspringen“ kann: Von bewährten Germteigrezepten (deren ältestes über 300 Jahre alt ist!) bis zu Gugelhupfen aus Rührteig, von feinen Hofküchen- und Klosterrezepten bis zu spannenden pikanten Alternativen spannt sich der Bogen der im Backofen oder auch in Dampf gegarten Köstlichkeiten. In diesem geschichts- wie geschmacksträchtigen Buch ist wirklich für jeden etwas dabei!






© Mona Lorenz
© Wolf-Dietmar Unterweger